Montag , 1 September 2014
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SC Freiburg nach famoser Aufholjagd im Pokal-Halbfinale

Jubel

Die Spieler des SC Freiburg jubeln über den Einzug ins Pokal-Halbfinale. Foto: Nicolas Armer

Der Mainzer Shawn Parker (l) jubelt nach seinem schnellen Treffer zum 1:0 mit Teamkameraden.

Und das zweite folgt sogleich: Niki Zimling (2.v.l) jubelt über seinen Treffer.

Guter Rat ist teuer: Freiburgs Trainer Christian Streich fasst sich nach dem 0:2 an die Nase.

Mainz-Keeper Heinz Müller (vorn) streckt sich nach einem Ball, der an die Latte geht.

Der Mainzer Zdenek Pospech (r) geht schimpfend nach einer Roten Karte vom Platz.

Freiburgs Johannes Flum (l) nimmt dem Mainzer Julian Baumgartlinger den Ball ab.

Freiburgs Karim Guede (r) freut sich über die Elfmeter-Entscheidung des Schiedsrichters.

Der Freiburger Daniel Caligiuri (l) jubelt mit Max Kruse über den Treffer zum 3:2.

Freiburgs Ginter (l) und Guede (r) bejubeln den Elfer-Treffer von Caligiuri (M) zum 2:2 Ausgleich.

Der SC Freiburg hat mit einer famosen Aufholjagd gegen den FSV Mainz 05 und unbändigem Kampfgeist zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte mit einem 3:2-Sieg das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht.

In einer packenden Partie ließen sich die Breisgauer Fußball-Profis am Dienstagabend auch von einem Blitz-Doppelschlag nicht entmutigen: Nach Verlängerung setzte sich der Sportclub beim FSV Mainz mit 3:2 (2:2,0:2) durch. Der unmittelbar zuvor eingewechselte Ivan Santini (86.) sowie Daniel Caligiuri mit einem Foulelfmeter (90. +3) in der Nachspielzeit retteten die Gäste in die Verlängerung. Caligiuri erzielte auch den Siegtreffer (108.). «Wir wussten: Sobald wir ein Tor schießen, ist wieder alles offen», meinte der Doppeltorschütze. «Wir haben gewonnen, weil diese Mannschaft Moral hat», betonte Coach Christian Streich.

Die Mainzer – seit der 65. Minute nach einer Gelb-Roten Karte für Zdenek Pospech in Unterzahl – hatten in der Partie am Dienstagabend nach vier Minuten bereits mit 2:0 durch die Tore von Shawn Parker (2. Minute) und Niki Zimling (4.) geführt. «Wir haben uns selbst mit einer Art und Weise um den Lohn gebracht, die sehr weh tut», sagte FSV-Coach Thomas Tuchel und ärgerte sich über den Platzverweis.

Den Sieg hatten sich nach 120 Minuten die Freiburger Gäste aber erlaufen, erspielt – und redlich verdient. So ratlos sie nach den beiden frühen Treffern binnen 120 Sekunden für einen Moment auch über den Rasen geschlichen waren, so rasant kämpften sie sich in die Partie zurück. Auch wenn sie größte Mühe hatten, den ausgeruhten Parker nach dessen Liga-Sperre zu bremsen. Der FSV-Angreifer prüfte nach nur 68 Sekunden mit einem Freistoß SC-Keeper Oliver Baumann, kurz darauf nutzte er einen Rückpass von Chinedu Ede zur Führung.

Gespielt waren da gerade mal zwei Minuten. Und weniger als 120 Sekunden später zappelte der Ball erneut im Netz. Der Däne Zimling ließ seinem Premierentor im Mainzer Dress beim 1:1 gegen den VfL Wolfsburg vom Wochenende Treffer Nummer 2 folgen. Mit einem wuchtigen Distanzschuss machte er den «Raketenstart» (FSV-Manager Christian Heidel) perfekt. «Da konnte der ein oder andere die Anfangsnervosität nicht ablegen», kommentierte Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner in der Halbzeitpause.

Bis dahin hatten sich die Breisgauer allerdings längst wieder aufgerappelt. Streich nahm den glücklosen Vegar Hedenstad in der 13. Minute raus, brauchte Jonathan Schmid und stellte die Mannschaft leicht um. Das half. Ihre stärkste Phase der ersten Hälfte hatten die Gäste nach einer guten halben Stunde: Caligiuri (33.) prüfte den für Christian Wetklo ins Tor gerückte Heinz Müller, Johannes Flum (37.) und Oliver Sorg (39.) mit einem Lattentreffer verpassten ebenfalls den Anschlusstreffer.

«Das war insgesamt eine sehr, sehr ausgeglichene Halbzeit», bilanzierte Heidel. Und eine ohne Aufreger für Mainz-Trainer Tuchel, nachdem er am Vortag die Schiedsrichter kritisiert hatte und seine Mannschaft «krass benachteiligt» würde. Tuchel reagierte aber auf die Unterzahl, nahm den starken Offensivmann Parker raus und brachte in Junior Diaz einen weiteren Verteidiger. Das größte Glück der Hausherren war zunächst noch die Fahrlässigkeit der mehr als bemühten Gäste. Dreimal scheiterten sie in einer turbulenten Schlussphase am Aluminium, dann traf der zwei Minuten zuvor eingewechselte Santini.

Mit dem Elfmeter in Nachspielzeit leitete Caligiuri endgültig die Wende ein: Nach einem Zweikampf zwischen Bo Svenssson und Santini entschied Referee Deniz Aytekin auf Strafstoß. «Da kann man Elfmeter geben», räumte Strutz ein. Der Siegtreffer zum größten Erfolg der Freiburger im DFB-Pokal gelang

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